HEIMKEHR

Seht! Wie hier ein tauber Tänzer schläft
in der großen Stadt der Einsamkeit.
Seht! Sein ganzer armer Körper trägt
wohl ein dunkelbuntes Wundenkleid. 

Keine Lippen werden rot, wie Rosen,
jeder Kuss wird bitt‘rer als die Mandeln
und man sieht, wie sich die Gesichtslosen
einfach zu Maskenträgern wandeln.

Seht! Der Kirche hartes Holz zersägt
unser träger Tischler Tutmirleid.
Seht! Wie hier der stumme Sänger schläft
in der großen Stadt der Einsamkeit.

FRIEDENSSEHNSUCHT

Soldaten stehen stramm und steif
und in den Herzen toben Brände.
Die Menschen werden niemals reif
und reichen Menschen aus der Fremde
die warmen Hände.

Die Muskeln werden wirklich härter,
als Knochen in dem schweren Leib.
Zu all dem ganzen Seelenärger
gesellt sich noch das lange Leid
der schlimmen Zeit.

ZWISCHENBILANZ

Ja! Es liegen unerforschte Welten
zwischen einem „Du“ und einem „Sie“
und ein echtes Lachen hör’ ich nie 
und ein paar ehrliche Worte… selten.

Ja! Es liegen unerforschte Welten
zwischen uns‘rem Gestern und dem Heute
und das große Glück ist nicht die Freude,
und die „Helden“… bleiben nur Maulhelden.